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Feb05

Der Graf von St. Germain

Graf von St. Germain

Graf St. Germain

 

Hier mal ein ganz neuer Ansatz.

Ein alter Bekannter von mir, der Graf von St. Germain, hat seine ganz eigene Zeitreisetechnik entwickelt. Ich traf ihn mal in einem Pariser Café im Jahr 1793. Er schüttete literweise Kaffee in sich hinein, während er mir aufgeregt von seiner Entdeckung berichtete.

 

Dies ist der Auszug eines Manuskripts, das er verfasst hat:

Die Geschwindigkeit, mit der wir durch den Raum jagen, lässt sich mit nichts anderem, als sich selber vergleichen. In einem Augenblick hatte ich die Sicht auf die unten liegenden Ebenen verloren. Die Erde erschien mir nur noch wie eine verschwommene Wolke. Man hatte mich zu riesiger Höhe emporgehoben. Eine ganze Weile zog ich durch den Weltraum dahin. Ich sah Himmelskörper um mich herum sich drehen und Erdkugeln zu meinen Füßen versinken.

Er war schon ein seltsamer Zeitgenosse. Ein rastloser Kerl – kein Wunder, bei all dem Kaffee, den er ständig zu sich nahm. Nach einem bewegten Leben starb er (angeblich) im Jahr 1748 in Eckernförde und wurde beigesetzt. Im Jahr 1836 wurde er aber in einer „eigentümlichen Tracht“ auf der Beerdigung des Landgrafen Carl von Hessen gesichtet. Im Jahr 1618 tauchte er in einem Gasthof auf, wo er von Autos, Flugzeugen und anderen Gerätschaften aus dem Jahr 2000 berichtete.

Professor Dr. Hans Hirtemann ist ihm schließlich auf die Schliche gekommen. Er fand heraus, dass der Graf in einem Jodmangelgebiet lebte. Und Jodmangel führt zu einem verlangsamten Stoffwechsel. Hirtemann führt weiter aus:

Eines schönen Sommertages befand sich der Graf in einem kleinen Gasthaus am Meer und bestellte sich, weil sein Magen sehr laut knurrte, eine große Portion Seefisch. Seefisch beinhaltet bekanntlich eine große Konzentration an Jod. Und weil der Graf so hungrig war, aß er gleich mehrere Portionen, trank nach dem reichlichen Mahl nicht weniger als 7 Tassen Kaffee (Koffein wirkt sich beschleunigend auf die Herzfrequenz aus). Und schwupps! Weg war er. Die Wirtin ärgerte sich sehr, dass er die Zeche geprellt hatte.

Nun verhielt es sich folgendermaßen: durch den jahrelangen Jodmangel war der Organismus des Grafen nicht auf eine derart hohe Jodzufuhr vorbereitet, der Kaffee wirkte logischerweise als Katalysator, was zur Folge hatte, dass der Stoffwechsel des Grafen sich so beschleunigte, dass er nun ungewollt eine Reise in die Zukunft antreten musste. Als die Wirkung des Jods und des Koffeins wieder nachließ, fand sich der Graf irgendwo in der Zukunft wieder.

Durch jahrelange Beobachtungen muss er wohl herausgefunden haben, welche Dosis ihn wieviele Tage, Monate und Jahre reisen lässt.

Zeitreisen durch Ernährungsumstellung! Das klingt in der Tat famos, aber ich mag einfach keinen Kaffee. Die Suche geht also weiter…

Hier gibt’s den ganzen Bericht von Prof. Dr. Hirtemann.



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