Blog

Aug20

Die Möbiusverschwörung

Karl-Heinz Peter und sein Ticktacktick

Karl-Heinz Peter und sein Ticktacktick

Wer hätte das gedacht? Dienstag, der 20. August! Ich war heute Morgen ja so erleichtert. Hannover zeigte sich zur Feier des Tages von seiner besten Seite, herausgeputzt mit Sonnenschein anbei. Und trotzdem beschleicht mich allmählich ein ungutes Gefühl…

Ich beginne mich zu fragen, was wohl aus meinen Mitstreitern geworden ist. Ob wohl Professor Dr. Rabenberg, Nashville Cherry und Dr. Ocke auch Opfer der Möbiusverschwörung geworden sind und dringend meine Hilfe brauchen? Oder haben sie vielleicht in der Zwischenzeit eine neue Technologie entwickelt, die uns Temponauten das Reisen erleichtert? Vielleicht befinden sie sich auf einer Exkursion durch die Jahrhunderte und haben uns schon ganz vergessen. Oder sie haben sich aufgemacht, um Ersatzteile zu beschaffen. Das wäre doch mal was.

Nachdem ich ein Jahr lang jeden (Sonn-)Tag auf einem der größten Flohmärkte Berlins alles durchstöbert habe, muss ich desillusioniert feststellen, dass der Zeitreisemarkt 2012 ja leider doch noch sehr unterentwickelt ist. Unfassbar, was die einem alles als Chronambulator verkaufen wollen.

Vielleicht sollte ich mal Karl-Heinz Peter in Bilshausen besuchen. Der scheint ja echt nen Tick zu haben. Zumindest hat er in seinem Leben schon so einiges an tickendem Tinnef zusammengetragen. Wenn Ihr Euch also mal wieder fragt, wo all die Zeit hin ist – er hat sie! Möglicherweise sitzt Meister Hora auf einem Chronambulator und weiß es gar nicht. Vielleicht finde ich dort in seinem Sammelsurium geeignetes Material, um mir selber einen zusammenzubasteln…? Aber alles zu seiner Zeit. Jetzt muss ich erstmal herausfinden, was aus meinen geschätzten Wegbegleitern geworden ist.

Ich habe so eine dumpfe Ahnung, was passiert sein könnte:

Vielleicht habt Ihr mal vom sogenannten Möbiusband gehört. Der Leipziger Mathematiker und Astronomen August Ferdinand Möbius hat es im Jahr 1858 beschrieben. Ein Möbiusband, Möbius’sches Band oder auch Möbiusschleife ist demnach „eine zweidimensionale Struktur in der Topologie, die nur eine Kante und eine Fläche hat. Sie ist nicht orientierbar, das heißt, man kann nicht zwischen unten und oben oder zwischen innen und außen unterscheiden.“

Ich will Euch jetzt nicht mit quantenphysischen Details langweilen, aber was, wenn ich mich nicht in einer regulären Zeitschleife befand, sondern in einer Möbiusschleife? Befinde ich mich dann überhaupt noch in derselben Realität!?? Dass ich in Hannover aufgewacht bin anstatt in Berlin, scheint mir ein dramatischer Beweis für diese These zu sein. Was bedeutet das für meine Reisepläne? Und für meine Kollegen? Und wer steckt dahinter?

Ist es nicht erstaunlich, dass ausgerechnet jetzt in den Kinos der Film
„Die Möbius-Affäre“ anläuft? Wer soll da noch an Zufälle glauben?


Ich bin wirklich äußerst beunruhigt.

Leave a Comment

%d Bloggern gefällt das:
Zur Werkzeugleiste springen