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Sep12

Antenne

Liebe Nika,

obwohl ich zurzeit auf vielen Gebieten gleichzeitig forsche, unter anderem auch an der wissenschaftlichen Aufarbeitung des Montauk-Projektes, habe ich doch beschlossen, die geheimnisvolle Schraube, die mir der tibetische Mönch nach meinem Zeitreise-Unfall implantiert hatte, selbst zu untersuchen.

Die Operation zur Entfernung aus meinem Knochen ist erstaunlich gut verlaufen. Die Wunde heilt extrem schnell, sodass ich dir heute schon erste Untersuchungsergebnisse präsentieren kann. Eins ist schon jetzt klar. Aus der Metallstruktur lässt sich schließen, dass dieses Teil, wie schon erwartet, nicht auf der Erde hergestellt worden ist. Dies lässt sich leicht aus der Anordnung seiner atomaren Elementarmagnetfelder ableiten. Die genaue Materialanalyse steht noch aus. Die massenspektrometrische Analyse lässt aber eindeutig erkennen, dass neben den bekannten Elementen Titan und Wolfram und den Elementen Gadolinium, Terbium und Dysprosium auch noch zwei völlig unbekannte Elemente enthalten sind. Sie gehören nicht dem Periodensystem der Elemente an, sind aber trotzdem stabil.

Trotz dieser Unklarheiten habe ich aber schon eine bahnbrechende Entdeckung machen können: Wird die Schraube als Antenne mit dem Kraftfeld meiner Zeitmaschine benutzt, lassen sich Funksignale empfangen. Ich konnte bisher nur die Buchstaben B. A. S. S. Y. entschlüsseln. Was das bedeuten könnte, war mir zuerst völlig unklar. Dann aber recherchierte ich einen Musikclub in Berlin mit demselben Namen. Samstag war ich dort.

Um nach der nur einige Tage zurückliegenden Schraubenentnahme nicht alleine im Getümmel zu stehen, nahm ich kurzerhand Marcus mit. Ich hatte ihn aber hypnotisiert, sodass er dachte, er sei ein Berliner Automechaniker. Gegen ein Uhr verließ ich diesen Club wegen meines frisch operierten Beines. Marcus blieb noch, da er verständlicherweise die Musik aus den Sechzigern genoss.
Sonntag reiste ich wieder mit ihm zurück nach Saint-Tropez. Seitdem schwärmt er nur noch von dieser einen Frau, die er im Bassy beobachtet hatte: Sie war wunderschön, hat aber den ganzen Abend irgendwas von Nikola Tesla gefaselt. Das kannst eigentlich nur du gewesen sein. Wenn du auch dort warst, ist es schade, dass wir uns auf die Minute verpasst haben, aber so geht es den Zeitreisenden eben oft…

Hier die Fotos von der Schraube und der fertig montierten Antennenanlage.

antenne1

Liebe Grüße und bis bald,

Dein Prof. Dr. Rabenberg

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